Partnertermin mit beladenem Fahrzeug

Der Termin machte die Kooperationsvereinbarung zwischen SuperPanther und Alltrucks für die teilnehmenden Werkstätten am Fahrzeug greifbar. Auf dem Hof stand der eTopas 600 mit einem beladenen Kippauflieger der Spedition Wilken. Damit konnten die Teilnehmer die Sattelzugmaschine unter Last auf der Straße kennenlernen.

Alltrucks Werkstattpartner am Steuer

Dank der Unterstützung von Christian Wilken konnten die Teilnehmer den Truck ausgiebig auf der Straße fahren. Janine Alflen und Andreas Gläser von der Michels KFZ-Werkstätte aus Hahn am See nahmen teil. Auch Werner Brüning und Michael Hanje von der Werner Brüning GmbH aus Ahlhorn prüften den eTopas auf Herz und Nieren.

Michels ist seit zehn Jahren Alltrucks-Partner und feierte das Jubiläum im September auf der IAA in Hannover. Den Familienbetrieb zeigt das Werkstattportrait von Michels.

Wer einen E-Lkw selbst unter Last gefahren hat, kann Fahrerbeschreibungen bei der Fahrzeugannahme besser einordnen und gezielter nachfragen.

Antrieb, Reichweite und Laden

Der eTopas 600 von „SuperPanther by Steyr“ stammt aus einem chinesisch-österreichischen Gemeinschaftsprojekt. Das Fahrzeug wird in Steyr exklusiv für den europäischen Markt gefertigt.

Ein batterieelektrischer Schwerlast-Lkw ist ein Nutzfahrzeug, dessen Elektromotor Energie aus einer Traktionsbatterie erhält. Beim Verzögern kann der Antrieb Bewegungsenergie in elektrische Energie zurückwandeln und speichern. Dieses Rekuperieren beeinflusst den Energieverbrauch im Einsatz. Für Werkstätten gehören deshalb Batterie, Ladetechnik und das Zusammenspiel von elektrischem Antrieb und Bremssystem zur Fahrzeugbetreuung.

Technische Daten im Einsatz

Die Reichweite liegt laut Produktangaben bei über 500 Kilometern und lässt sich durch intelligente Rekuperation weiter steigern. Hinzu kommen ein duales Ladesystem mit beidseitigem Laden von über 400 kW und ein Leergewicht von 10,8 Tonnen. Durch die Ladeanschlüsse auf beiden Seiten kann der Fahrer die Ladesäule von links oder rechts anfahren. Das Leergewicht der Zugmaschine wirkt sich direkt auf die Nutzlast aus, die im Sattelzug übrig bleibt.

SuperPanther eTopas 600 mit beladenem Kippauflieger der Spedition Wilken, abgedeckt mit grüner Plane, auf gepflastertem Hof
Für die Testfahrten war der eTopas 600 mit einem beladenen Kippauflieger gekoppelt.

Bei der Reichweite wirken Beladung, Streckenprofil, Geschwindigkeit und Außentemperatur zusammen. Diese Zusammenhänge gehören zum technischen Hintergrund im Leitfaden E-Lkw. Für die Annahme sollten Sie deshalb Einsatzstrecke und Ladebedingungen des Kunden festhalten.

Auch die verfügbare Ladeleistung hängt vom Fahrzeug und der jeweiligen Ladeeinrichtung ab. Batterietemperatur und Ladezustand beeinflussen den Verlauf eines Ladevorgangs zusätzlich. Bei der Investitionsplanung für Elektromobilität sollten Sie deshalb die Stromversorgung Ihres Standorts mit den vorgesehenen Fahrzeugen abstimmen.

Kooperation für den Aftersales

SuperPanther und Alltrucks unterzeichneten ihre Vereinbarung am 29. September 2025 in München. SuperPanther erhält durch die Zusammenarbeit Zugang zum europäischen Alltrucks-Werkstattnetz für Nutzfahrzeugservices. Für den Hersteller zählt dabei eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit bei seinen Kunden. Ein neuer Lkw braucht vom ersten Auslieferungstag an Werkstätten, die ihn warten und reparieren können.

Vereinbarte Serviceleistungen

Die Kooperation umfasst den gesamten Aftersales-Bereich des Herstellers. Qualifizierte Partnerwerkstätten können Wartung, Reparatur und Service für den eTopas übernehmen. Die Arbeiten führen die Partnerwerkstätten aus, Alltrucks stellt dafür die Serviceplattform für Werkstätten und Flotten.

Zwei Männer unterzeichnen am Tisch die Kooperationsvereinbarung, dahinter zwei weitere beim Handschlag vor Roll-ups und Alltrucks-Flaggen
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen SuperPanther und Alltrucks am 29. September 2025 in München.
„Wir freuen uns, unseren Kunden dank der Zusammenarbeit mit Alltrucks künftig umfassende Wartungsservices sowie einen 24/7-Pannenservice anbieten zu können.“
— Frank Schulz, Head of Sales Europe bei SuperPanther

Laut Schulz zielt die Kooperation auf effizientere Flottenprozesse und weniger servicebedingte Verzögerungen. Auch eine gleichbleibende Servicequalität über Ländergrenzen hinweg gehört zu den genannten Zielen.

Zwei Männer in Anzügen geben sich nach der Vertragsunterzeichnung die Hand, im Vordergrund Tischflaggen von SuperPanther und der EU
Handschlag nach der Unterzeichnung in München.

Qualifizierung direkt am Fahrzeug

Alltrucks-Partnerwerkstätten können sich als Vertragswerkstatt und damit als SuperPanther Service Partner qualifizieren. Für Inhaber und Werkstattleiter gehört dazu die Entscheidung, welche Arbeiten ihr Betrieb übernehmen soll. Daraus ergibt sich, welche Mechaniker geschult werden.

Schulungsort: SuperPanther-Techniker führen die Produkt- und Technikschulungen direkt am Fahrzeug in den teilnehmenden Werkstätten durch.

Produktschulung und Hochvoltkenntnisse

Die Schulung am Fahrzeug verbindet technische Informationen mit den Bauteilen am eigenen Arbeitsplatz. Dabei lassen sich die Bedienung und vorgesehene Wartungsschritte unmittelbar am Truck nachvollziehen. Für Ihren Betrieb sollten die später eingesetzten Mechaniker an diesen Schulungen teilnehmen.

Arbeiten an Hochvoltsystemen erfordern eine zur Tätigkeit passende Qualifikation und klare Sicherheitsabläufe. Dazu gehört, das Fahrzeug vor der Arbeit spannungsfrei zu schalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern. Bei der Wartung kommen außerdem der Kühlkreislauf der Batterie und die Prüfung der Hochvoltleitungen hinzu. Vor Hochvolt-Arbeiten in der Werkstatt müssen Verantwortlichkeiten, Arbeitsbereich und der sichere Fahrzeugzustand feststehen. Die Produktschulung von SuperPanther kommt zur Hochvoltqualifikation hinzu.

Stimmen Sie die Herstellertermine deshalb mit der Qualifizierungsplanung und den Alltrucks Trainings ab. Bei der Auswahl von Hochvolt-Schulungen für Ihr Team sollten die vorgesehenen Tätigkeiten am Fahrzeug den Ausschlag geben. Halten Sie fest, wer welche Arbeiten ausführen darf und wer die Freigabe übernimmt.

Zur Vorbereitung einer E-Lkw-Werkstatt gehören außerdem geeignete Arbeitsplätze und ein geregelter Umgang mit den Fahrzeugen.

Kundenfahrzeuge im Werkstattalltag

Ab September 2026 werden die ersten Kundenfahrzeuge ausgeliefert. Damit werden die Serviceleistungen für Flotten und qualifizierte Werkstätten Teil des laufenden Betriebs. Für Alltrucks bietet die Kooperation zugleich die Möglichkeit, weiteres Wissen über elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge aufzubauen. Dieses Wissen kommt dem gesamten Netzwerk zugute, weil die Zahl der E-Lkw in den Flotten wächst.

Aufträge und Termine vorbereiten

Für Wartungstermine braucht die Werkstatt Angaben zum Fahrzeug, seinem Einsatz und dem Kundenauftrag. Bei elektrischen Nutzfahrzeugen gehören auch Ladezustand und gegebenenfalls Ladezeiten in die Auftragsplanung. Damit lassen sich Fahrzeugbewegungen, Arbeitsplatzbelegung und die abschließende Fahrzeugübergabe vorbereiten.

Die Fahrten in Melle boten den teilnehmenden Partnern einen ersten praktischen Zugang zum eTopas. Mit den Schulungen in den Betrieben folgt die Vorbereitung auf Wartung und Reparatur. Sie möchten Ihren Alltrucks Betrieb als SuperPanther-Vertragswerkstatt qualifizieren lassen? Wenden sich gleich an ihren Alltrucks Systemberater.