Die Elektrifizierung des Nutzfahrzeugsektors ist keine Zukunftsvision mehr – sie ist Gegenwart. Serienmäßig elektrische Lkw kommen in wachsender Zahl auf den Markt. Für freie Werkstätten heißt das: Wer an E-Fahrzeugen arbeiten will, muss zunächst die Voraussetzungen erfüllen – Qualifikation, Ausrüstung, Sicherheitsbereich –, bevor der erste E-Lkw in die Halle fährt. Die Anforderungen sind klar definiert, und die Weichen lassen sich dabei schrittweise stellen. Die Qualifikationsanforderungen für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvolt-Systemen ergeben sich aus der EU-Richtlinie 2009/104 (Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung von Arbeitsmitteln) sowie deren nationaler Umsetzung. Daraus leitet sich der Status der „Fachkundigen Person für elektrische Arbeiten an Fahrzeugen“ mit den HV-Stufen 1, 2S und 3S ab. Zudem setzen Hochvolt-Arbeiten in der E-Lkw-Werkstatt isoliertes Werkzeug nach IEC 60900 (Handwerkzeuge zum Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen bis 1000 V) zwingend voraus.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche konkreten Voraussetzungen Ihre Werkstatt erfüllen muss, um E-Lkw sicher und wirtschaftlich servicieren zu können. Dazu gehören die Qualifikation Ihres Personals, die notwendige Ausrüstung, nationale Förderprogramme und die Einstiegsunterstützung durch Alltrucks – hier finden Sie den konkreten Fahrplan für den Einstieg. Schon in der Auftragsplanung entscheidet sich nämlich, ob ein E-Lkw effizient durch die Werkstatt läuft. Außerdem ist der diagnostische Zugriff via Gateway Pass Thru für elektrische Fahrzeuge praktisch unverzichtbar. Marktdaten und Förderkulissen veröffentlichen je nach Land die jeweils zuständigen nationalen Stellen.

Eine E-Lkw-Werkstatt ist ein NFZ-Servicebetrieb mit Hochvolt-Qualifikation, spezieller Sicherheitsausstattung und Hochvolt-Werkzeug. Sie erfüllt zudem die Anforderungen an die Fachkundige Person für elektrische Arbeiten (EU-Richtlinie 2009/104, in nationale Vorschriften überführt). Dadurch kann sie batterieelektrische Lkw warten, diagnostizieren und reparieren, einschließlich der Hochvolt-Komponenten.

Warum ist die HV-Qualifikation die Grundvoraussetzung?

An Hochvolt-Komponenten eines E-Lkw darf ohne qualifiziertes Personal niemand arbeiten – das ist keine Empfehlung, sondern geltendes Recht. Auf Basis der EU-Richtlinie 2009/104 und deren nationaler Umsetzung gelten daher klare Qualifikationsstufen für Arbeiten an Hochvolt-Systemen. Für den Werkstattalltag sind vor allem die Stufen S, 2S und 3S relevant. Wer tiefer einsteigen möchte, findet zudem im Beitrag zu ADAS-Kalibrierung weiterführende Hinweise.

Stufe S: Allgemeine Elektrofachkraft

Das S-Training vermittelt Mitarbeitenden den sicheren und bestimmungsgemäßen Umgang mit Hochvolt-Fahrzeugen. Dabei stehen nicht nur die Besonderheiten im täglichen Betrieb im Fokus, sondern auch potenzielle Gefährdungen in Ausnahmesituationen. Insbesondere bei Unfällen, Beschädigungen sowie beim Bergen oder Abschleppen von HV-Fahrzeugen können zusätzliche Risiken entstehen. Das Training sensibilisiert die Teilnehmenden für diese besonderen Herausforderungen und vermittelt das notwendige Wissen, um in kritischen Situationen sicher und verantwortungsvoll zu handeln.

Stufe 1S: Fachkundig unterwiesene Person für HV-Systeme in NFZ

Stufe 1S ist die Mindestqualifikation für jeden Mechaniker, der an HV-Komponenten arbeiten soll. Sie umfasst zudem das sichere Freischalten von HV-Systemen, die Spannungsfreiheitsprüfung und den Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung.

Fachkundig unterwiesene Personen dürfen allgemeine Arbeiten am Fahrzeug, die nicht unmittelbar das HV-System betreffen, durchführen.

Dazu zählen zum Beispiel Karosseriearbeiten, Öl- und Radwechsel, Arbeiten an der konventionellen Bremsanlage in der Nähe von Radnabenmotoren, Arbeiten neben den HV-Leitungen an der Lenkung, dem Verbrennungsmotor, den Achsen usw. sowie Arbeiten am konventionellen Bordnetz (bis 30 V AC und 60 V DC).

Auch umfangreichere mechanische Arbeiten, die unter Umständen in der Nähe von HV-Komponenten können durchgeführt werden, wie Schweiß-, Bohr- und Schleifarbeiten. Dazu ist die Kenntnis der genauen Lage der HV-Komponenten und eine Unterweisung durch den Fachkundigen erforderlich.

Stufe 2S: Fachkundige Person (FHV) für Arbeiten an Hochvolt-Systemen im spannungsfreien Zustand

Die erfolgreiche Qualifizierung nach dieser Stufe befähigt die Fachkundigen dazu, an Hochvoltsystemen selbstständig und sicher zu arbeiten. Alle Arbeiten an spannungsfreien HV-Systemen und -Komponenten oder in deren Gefährdungsbereich, z.B. Messen von Isolationswiderständen, Instandsetzen, Auswechseln, Ändern und Prüfen, zählen zu Arbeiten an Hochvoltsystemen im spannungsfreien Zustand.

Die Fachkundige Person (FHV) kann den spannungsfreien Zustand entsprechend den Sicherheitsregeln und den Herstellerangaben herstellen. Außerdem können FHV weitere Personen zu den Gefahren von Hochvoltsystemen unterweisen. Die Schulung dauert typischerweise drei bis fünf Tage und schließt mit einer praktischen Prüfung ab. Im Alltrucks-Netzwerk decken die Alltrucks Trainings 1S und 2S genau diese HV-Qualifikationen ab.

FHV können weitere Personen zu den Gefahren von Hochvoltsystemen unterweisen.

Stufe 3S: Fachkundige Person für HV-Systeme mit erweiterten Befugnissen

Stufe 3S qualifiziert für die Arbeit an unter Spannung stehenden HV-Komponenten sowie für die Beurteilung komplexer Fehlersituationen. Diese Qualifikation empfiehlt sich daher für Werkstattleiter und Diagnosespezialisten. Die Ausbildung baut auf Stufe 2S auf und umfasst weitere zwei bis drei Tage. Für eine Werkstatt mit vier bis sechs Mechanikern empfiehlt sich zudem mindestens ein Mitarbeiter mit Stufe 3S.

Alltrucks-Bausteine für HV-Einsteiger: Alltrucks Trainings in den HV-Stufen 1 und 2S für Partnerwerkstätten (markenübergreifend, nicht auf ein Fabrikat beschränkt) sowie die Zertifizierung als Mehrmarken-Systemtechniker. Welche Stufen für welches Team-Setup passen, besprechen wir dabei gerne gemeinsam.

Welche Werkstattausrüstung braucht ein E-Lkw-Service?

KomponenteInvestitionAmortisation
HV-Qualifikation TeamSchulung Stufe 2S, 3 bis 5 Tage pro Kopfkurzfristig
Isolierte HV-WerkzeugeVollständiger VDE-Satz nach IEC 60900kurz- bis mittelfristig
HV-SicherheitsbereichAbgesperrter Arbeitsbereich nach HV-Sicherheitsregelwerkmittelfristig
HV-BatterieprüfstandIsolationsprüfung, Zellendiagnose, Kapazitätstestmittel- bis längerfristig
ADAS-KalibriersystemTargets für Frontkamera, Radar, Spurhalteassistentmittel- bis längerfristig
Ladeinfrastruktur WerkstattAC-Wallbox 22 kW (Einstieg) bis DC-Schnellladerlängerfristig
Mechaniker vor einer Werkzeugwand mit Drehmomentschlüssel und HV-Werkzeugen in einer Lkw-Werkstatt.
Vorbereitung für die Wartung eines E-Lkw

Neben der Qualifikation brauchen Sie zudem spezielle Werkzeuge und Ausrüstung, die den Sicherheitsanforderungen für Arbeiten an Hochvolt-Systemen entsprechen.

Isoliertes Werkzeug (VDE-zertifiziert)

Für Arbeiten an HV-Komponenten ist ausschließlich VDE-zertifiziertes Werkzeug nach IEC 60900 zugelassen. Ein vollständiger HV-Werkzeugsatz für Nutzfahrzeuge umfasst dabei Schraubendreher, Zangen, Ring- und Maulschlüssel, Drehmomentschlüssel und Stecknüsse – alle isoliert bis 1.000 V. Zudem müssen Sie das Werkzeug regelmäßig auf Beschädigungen der Isolierung prüfen. Beschädigtes Werkzeug sondern Sie sofort aus.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Zur PSA für HV-Arbeiten gehören isolierende Handschuhe (Klasse 0 oder 00), Gesichtsschutz bzw. Schutzbrille mit Seitenschutz, flammhemmende Arbeitskleidung und isolierende Schuhe. Pro Mitarbeiter kalkulieren Sie zudem ein komplettes PSA-Set. Die Handschuhe müssen Sie vor jeder Benutzung auf Dichtheit prüfen – eine Druckluftprüfung reicht dafür aus. Die elektrische Prüfung erfolgt anschließend halbjährlich. Detaillierte Informationen zu den Sicherheitsregeln für HV-Arbeiten finden Sie im entsprechenden Artikel.

Messtechnik

Ein Isolationsmessgerät (CAT III/IV) ist unverzichtbar für die Spannungsfreiheitsprüfung und die Isolationswiderstandsmessung. Ergänzend brauchen Sie zudem einen zweipoligen Spannungsprüfer nach den geltenden nationalen Vorschriften für elektrische Betriebsmittel, um die Spannungsfreiheit zu verifizieren. Einpolige Prüfer oder Multimeter allein reichen dagegen nicht aus.

AusrüstungBeschaffungPrüfintervallBemerkung
HV-Werkzeugsatz (VDE)Vollständiger Satz nach IEC 60900Vor jeder Benutzung (Sichtprüfung)IEC 60900 zertifiziert
PSA pro MitarbeiterKomplettset nach HV-SicherheitsregelwerkHandschuhe halbjährlich elektrischKlasse 0 oder 00
IsolationsmessgerätProfigerät CAT III/IVJährliche KalibrierungCAT III/IV
Spannungsprüfer (zweipolig)Nach nationaler Prüfvorschrift elektrische BetriebsmittelJährliche KalibrierungEU 2009/104 (nationale Umsetzung)
Absperrung & BeschilderungKomplettausstattung für einen StellplatzBei BedarfHV-Sicherheitsbereich
Schulung Stufe 2S (pro MA)3 bis 5 Tage externe SchulungAuffrischung alle 12 MonateAlltrucks-Partnerkonditionen

Wie richtet man einen HV-Sicherheitsbereich richtig ein?

Für Arbeiten an Hochvolt-Fahrzeugen müssen Sie einen definierten Sicherheitsbereich in der Werkstatt einrichten. Aus den Vorgaben für die Fachkundige Person für elektrische Arbeiten (EU 2009/104, nationale Umsetzung) ergeben sich daher klare Mindestanforderungen:

  • Bodenmarkierung: Gelb-schwarze Markierung (Warnfarben nach ASR A1.3) um den Arbeitsplatz, mindestens 1,5 m Abstand zum Fahrzeug
  • Zugangskontrolle: Nur qualifiziertes Personal (ab Stufe 2S) darf den HV-Bereich betreten, solange Arbeiten am HV-System durchgeführt werden
  • Beschilderung: Warnzeichen „Hochspannung – Lebensgefahr“ nach DIN EN ISO 7010 (W012)
  • Rettungsmittel: CO2-Feuerlöscher (mindestens 5 kg), Erste-Hilfe-Ausstattung inkl. Rettungshaken und isolierender Rettungsdecke
  • Notfallplan: Ausgehangene Notfallprozedur mit Telefonnummern, Rettungskette und Ansprechpartner

Die Einrichtung des Sicherheitsbereichs erfolgt einmalig und umfasst Bodenmarkierung, Beschilderung, Absperrungen und Rettungsmittel. Sie ist zudem Pflicht, bevor der erste E-Lkw die Werkstatt betritt.

Welche Ladeinfrastruktur braucht die E-Lkw-Werkstatt?

Mechaniker überwacht Ladevorgang an DC-Ladesäule in der werkhalle, während ein E-Lkw seine Batterie auflädt.
Lkw wird an der Ladestation aufgeladen — Vorbereitung für die nächste Fahrt in der Werkstatt

E-Lkw müssen Sie während des Werkstattaufenthalts laden können – mindestens so weit, dass sie die Werkstatt aus eigener Kraft verlassen. Das setzt daher eine entsprechende Ladeinfrastruktur voraus. Für den Werkstattbetrieb kommen dabei zwei Varianten in Frage:

AC-Laden (Wechselstrom, 22–44 kW)

Eine AC-Wallbox oder Ladesäule mit 22 kW ist die einfachste Einstiegsvariante. Die Ladeleistung reicht zudem für Übernacht-Ladung während eines mehrtägigen Werkstattaufenthalts. Für Werkstätten, die E-Lkw hauptsächlich für Wartungsarbeiten empfangen, ist dies daher ausreichend.

DC-Schnellladen (50–150 kW)

Eine DC-Schnelladestation ermöglicht das Laden innerhalb weniger Stunden. Ladestation und Netzanschluss (Trafostation, Zuleitungen) fallen dabei deutlich höher aus als bei einer AC-Wallbox. Für Werkstätten mit hohem E-Lkw-Aufkommen oder kurzen Durchlaufzeiten kann diese Variante relevant werden – für den Einstieg ist sie dagegen nicht erforderlich.

Tipp: Prüfen Sie zunächst den vorhandenen Netzanschluss Ihrer Werkstatt. Viele Bestandsgebäude verfügen nämlich über einen Stromanschluss, der für eine 22-kW-Wallbox ausreicht. Die Installation ist zudem unkompliziert und lässt sich innerhalb eines Tages abschließen. Informationen zur Gesamtinvestitionsplanung finden Sie außerdem in unserem Artikel zur Investitionsplanung E-Mobilität.

Welche Servicearbeiten fallen an der Traktionsbatterie an?

Die Traktionsbatterie ist das wertvollste Bauteil eines E-Lkw. Zu den typischen Servicearbeiten gehören daher:

  • Zustandsprüfung (State of Health): Auslesen der Batteriedaten über die Fahrzeugdiagnose, Bewertung der Restkapazität und des Alterungszustands
  • Kühlsystemwartung: Prüfung und Befüllung des Batterie-Kühlkreislaufs, Reinigung der Kühlrippen, Funktionsprüfung der Kühlmittelpumpe
  • Modulaustausch: Bei defekten Einzelmodulen ist je nach Fahrzeugarchitektur ein Modultausch möglich, statt die gesamte Batterie zu ersetzen
  • Isolationsprüfung: Regelmäßige Messung des Isolationswiderstands zum Schutz vor Fehlerströmen

HV-Arbeiten setzen zudem höhere Qualifikationen (Fachkundige Person für elektrische Arbeiten, EU 2009/104) und eine erweiterte Sicherheitsorganisation voraus – beides fließt in die Kalkulation der Stundensätze ein. Wie Sie den eigenen HV-Stundensatz ansetzen, bleibt dabei betriebliche Entscheidung. Für den technischen Teil der Servicearbeiten an gemischten Flotten steht den Alltrucks Partnerwerkstätten die Alltrucks Mehrmarkendiagnose (Alltrucks KTS Truck V3, mit Bosch- und Knorr-Bremse-Integration) zur Verfügung. Für Sonderfälle im E-Truck-Service ist außerdem SuperPanther als spezialisierter Servicepartner im Alltrucks-Netzwerk verfügbar, für wasserstoffbetriebene Trucks (H2) seit 01.04.2026 REFIRE.

Wie unterstützt Alltrucks den Einstieg in die E-Lkw-Wartung?

Werkstattmeister Michael steht vor einer neuen HV-Ausrüstung an der Werkzeugwand in der Alltrucks-Werkstatt.
Vorbereitung auf E-Lkw-Diagnose und Wartung

Für Alltrucks Partnerwerkstätten mit Interesse am E-Lkw-Service sind konkrete Bausteine im Alltrucks-Netzwerk verfügbar. Welche Kombination zum Betrieb passt, besprechen wir dabei gerne gemeinsam. Für die Gesamtinvestitionsplanung siehe zudem den Beitrag zur Investitionsplanung E-Mobilität.

01

Qualifikation

Alltrucks Trainings HV-Stufe 1 und Stufe 2S (Fachkundige Person für elektrische Arbeiten) – markenübergreifend, nicht auf ein Fabrikat beschränkt. Ergänzend kommt die Zertifizierung als Mehrmarken-Systemtechniker hinzu. Konditionen für Partnerwerkstätten besprechen wir gerne: Sprechen Sie uns dazu an.

02

Diagnose & Mehrmarken

Alltrucks Mehrmarkendiagnose mit dem Alltrucks KTS Truck V3 (Bosch + Knorr-Bremse-Integration) sowie Zugriff auf Alltrucks Technik Hotline und Alltrucks Technik Forum („Partner hilft Partner"). Für spezialisierte E-Truck-Servicefälle ist zudem SuperPanther als Servicepartner eingebunden, für H2-Trucks seit 01.04.2026 REFIRE.

03

Prozess & Einstieg

Sprechen Sie uns für den Einstieg gerne an. Dabei klären wir, welche Alltrucks-Bausteine für den jeweiligen Betrieb relevant sind: Trainings, Mehrmarkendiagnose, Partnerkonditionen bei WESP CV für Werkstattausrüstung sowie HYMER Steigtechnik.

„Der Einstieg in den E-Lkw-Service ist keine Einzelentscheidung, sondern eine Kette von Schritten: Qualifikation, Werkzeug, Sicherheitsbereich, Diagnose. Wer das strukturiert angeht, macht am Ende weniger Umwege als der, der punktuell nachrüstet.“
— Erfahrungen aus dem Alltrucks-Partnernetzwerk

Welche Hebebühnen eignen sich für E-Lkw?

Ihre bestehenden Hebebühnen müssen Sie für E-Lkw prüfen und gegebenenfalls nachrüsten. Zentrale Anforderungen sind dabei isolierte Aufnahmepunkte, ESD-Schutz und eine Tragkraft, die das Mehrgewicht der Traktionsbatterie berücksichtigt. E-Lkw wiegen nämlich typischerweise 1 bis 2 Tonnen mehr als ihre Diesel-Pendants. Für den Batterieausbau brauchen Sie zudem eine Absenkvorrichtung oder einen Batterietisch, der Lasten von bis zu 3 Tonnen aufnehmen kann.

Die ADAS-Kalibrierung ist ein weiteres Thema, das mit E-Lkw an Bedeutung gewinnt. Viele elektrische Nutzfahrzeuge verfügen nämlich über erweiterte Fahrerassistenzsysteme, die Sie nach Arbeiten an Fahrwerk, Lenkung oder Windschutzscheibe neu kalibrieren müssen. Konkrete Kalibrierpflichten und -intervalle richten sich dabei immer nach den Vorgaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers. Lesen Sie dazu unseren Artikel zur ADAS-Kalibrierung.

Ihre nächsten Schritte
  • Bestandsaufnahme: Wie viele E-Lkw gibt es aktuell in Ihrem Einzugsgebiet? Fragen Sie Ihre Flottenkunden nach deren Elektrifizierungsplänen
  • Mindestens zwei Mechaniker für Alltrucks Trainings HV-Stufe 2S vorsehen – sprechen Sie uns zu den Partnerkonditionen gerne an
  • HV-Werkzeugsatz (VDE-zertifiziert, IEC 60900) beschaffen – Partnerkonditionen über WESP CV im Alltrucks-Netzwerk prüfen
  • HV-Sicherheitsbereich planen: Bodenmarkierung, Beschilderung, Rettungsmittel
  • Hebebühnen auf E-Lkw-Tauglichkeit prüfen lassen (Tragkraft, Isolation, ESD)
  • AC-Wallbox (22 kW) für Grundladung während Werkstattaufenthalt installieren
  • Sprechen Sie uns an, wie Alltrucks Mehrmarkendiagnose (KTS Truck V3), SuperPanther (E-Truck-Servicepartner) und REFIRE (H2) zum Betriebsprofil passen
  • Investitionsplan für die nächsten 3 Jahre erstellen