Wer in Italien einen freien Mehrmarken-Werkstattbetrieb für Lkw sucht, landet schnell bei OVID S.p.A. Mit OVID im Alltrucks-Netzwerk steht ein Partner bereit, der nicht nur den lokalen Fuhrpark bedient, sondern auch internationale Flotten zwischen Norditalien und dem europäischen Festland im Blick hat. Die Familie Ubiali gründete den Familienbetrieb 1974. Heute beschäftigt er rund 45 Mitarbeitende.

Was OVID besonders macht, ist nicht nur die Lage entlang einer stark befahrenen Autobahn. Dazu kommt die Mehrmarken-Aufstellung inklusive Spezialfahrzeugen für staatliche Auftraggeber und Großkunden wie dem Stahlproduzenten Tenaris. Genau für diese Kundengruppen wird das europäische Alltrucks-Netzwerk zum Alltagswerkzeug.

„Kein Unternehmen wächst isoliert. Eingebunden zu sein in ein Netzwerk, das uns Kompetenzen und Werkzeuge bereitstellt, ist entscheidend. Es gibt andere Netzwerke — aber Alltrucks ist europäisch aufgestellt. Genau deshalb können wir unseren Kunden auch im Ausland Service garantieren, über die rund 650+ Partnerwerkstätten in ganz Europa." — Dino Ubiali im Interview

Warum OVID Teil des Alltrucks-Netzwerks ist

Warum entschied sich OVID für den Eintritt in das Alltrucks-Netzwerk? Dino Ubiali nennt mehrere strukturelle Vorteile einer freien Werkstatt unter einer etablierten Marke. Zunächst trifft die zentrale Organisation Entscheidungen — etwa zur Aus- und Weiterbildung oder zur Werkstattorganisation. Anschließend setzt sie diese gebündelt um. Dadurch profitiert die einzelne Werkstatt schnell. „Eine unabhängige Werkstatt muss alles selbst managen“, betont er im Interview, „das ist deutlich aufwändiger.“

Hinzu kommt ein zweiter, strategischer Punkt, den Dino immer wieder betont: die europäische Aufstellung. Andere Netzwerke gibt es im Markt. Das Alltrucks-Netzwerk ist jedoch europaweit aufgestellt, mit rund 650+ Partnerwerkstätten in ganz Europa. Für OVID ist das kein Marketing-Detail, sondern Geschäftsgrundlage. Denn italienische Flottenkunden mit internationalen Routen brauchen Service jenseits der Landesgrenze — und genau das liefert ein europäisches Verbundsystem.

Wie das Netzwerk OVIDs Service verändert hat

Der größte Mehrwert sei nicht ein einzelner Service, sondern der strukturierte Erfahrungsaustausch. Innerhalb eines Unternehmens neige man dazu zu glauben, dass die eigenen Abläufe gut funktionieren. Erst der Vergleich mit anderen Werkstätten mache jedoch sichtbar, wo Optimierungspotenzial liegt — bei anderen Größenordnungen, anderen Marktbedingungen, anderen Kundengruppen. „Niemand schreibt uns vor, wie wir arbeiten sollen“, betont er. „Wir haben einfach die Möglichkeit, Ideen auszutauschen, von anderen zu lernen und das umzusetzen, was am besten zu unserem Betrieb passt.“

Genau diese Freiwilligkeit unterscheidet das Alltrucks-Modell aus Ubialis Sicht von anderen Verbünden. Es gibt einen gemeinsamen Qualitätsanspruch und gemeinsame technische Standards. Allerdings gibt es keine Preisvorgaben, keine erzwungenen Investitionen, keine starren Schwerpunktvorgaben. Wer als Werkstatt 50 Jahre in einer Region gewachsen ist, hat seine eigenen Routinen und Kundenbindungen. Das Netzwerk ergänzt also, es ersetzt nicht.

Sechsköpfiges Team von OVID S.p.A. in dunklen Alltrucks-Polos vor dem Werkstatteingang mit Alltrucks-, Knorr-Bremse- und Bosch-Logo
Das Team von OVID vor dem Werkstatteingang in Dalmine bei Bergamo - Italien

Werkstattvergleich und Best-Practice-Austausch im Netz

Der Werkstattvergleich ist für OVID eine konkrete Routine. Wer in einem europäischen Verbund arbeitet, kann sich mit Werkstätten vergleichen, die unter ganz anderen Rahmenbedingungen agieren — andere Lkw-Hersteller im Bestand, andere Flottengrößen, andere Tarif- und Sozialstrukturen. Genau dieser Außenblick zwingt dazu, die eigenen Abläufe zu hinterfragen. Dabei macht jedoch niemand von außen Vorschriften.

Im Interview spricht Dino Ubiali von „echtem Mehrwert“ durch den Austausch. Eine Werkstatt in einem anderen Land hat vielleicht eine bestimmte Diagnoseroutine, einen bestimmten Annahme-Workflow oder einen bestimmten Umgang mit Spezialaufbauten gefunden. Dann ist diese Erkenntnis im Netzwerk verfügbar. Übernehmen muss sie niemand, aber jeder kann. Für gewachsene Familienbetriebe wie OVID ist das eine wichtige Balance: Eigenständigkeit bleibt, kollektives Lernen wird zudem möglich.

„Innerhalb meines eigenen Unternehmens kann ich glauben, dass alles perfekt funktioniert. Aber Teil des Netzwerks zu sein erlaubt es mir, Erfahrungen zu vergleichen, Wissen zu teilen — und einen echten Mehrwert zu gewinnen."
— Dino Ubiali im Interview

Was Alltrucks-Bausteine im Alltag leisten

Zwei Bausteine hebt OVID besonders hervor, wenn es um die nützlichsten Alltrucks-Services geht: die technische Hotline und die kontinuierlichen Schulungen. Die Hotline sei „unbezahlbar“, sagt das Team. Denn sie liefert bei komplexen Diagnosefällen sofort Unterstützung. Dadurch lösen sich Probleme schneller und Standzeiten beim Kunden verkürzen sich. Wer einmal an einem schwer reproduzierbaren Steuergerätefehler gearbeitet hat, weiß, was diese Aussage praktisch bedeutet.

Konkret schildert Dino Ubiali einen Anwendungsfall aus der Fahrzeugdiagnose. Bei besonders komplexen Problemen greift die Werkstatt regelmäßig auf die Alltrucks-Hotline zurück. Dank schneller, kompetenter Hilfe ließen sich Probleme deutlich schneller lösen als ohne Netzwerk-Rückhalt. „Zu wissen, dass wir auf ein Expertenteam zählen können, gibt uns Sicherheit und erlaubt uns, selbst die anspruchsvollsten Reparaturen anzunehmen, ohne lange Wartezeiten beim Kunden zu erzeugen.“

Die zweite Säule sind die Schulungen und Lernprogramme. Sie halten die Mannschaft technisch auf Stand. Außerdem sorgen sie dafür, dass neue Fahrzeugtechnologien in der Werkstatt nicht zum Engpass werden. Für eine Mehrmarken-Werkstatt mit 45 Mitarbeitenden ist das logistisch nichts, was jeder Betrieb allein stemmen könnte. Der Verbund senkt hier folglich die Eintrittsschwelle.

Praxis-Tipp für Werkstätten

Wer im Mehrmarken-Service neue Hersteller in den Bestand aufnimmt, sollte Hotline-Zugriff und Schulungs-Roadmap parallel planen — nicht nacheinander. Die Hotline löst akute Diagnose-Engpässe. Die Schulungen verhindern dagegen, dass diese Engpässe überhaupt entstehen. Erst beides zusammen macht Mehrmarken-Service skalierbar.

Mehrmarken-Service und 650+ europäische Partnerwerkstätten

Die Mehrmarken-Aufstellung ist bei OVID die Antwort auf eine Kundenstruktur, die sich in Italien über Jahrzehnte verändert hat. Logistiker und Bauunternehmer betreiben heute selten Flotten einer einzigen Marke. Stattdessen ist der Mix aus europäischen Volumenherstellern, Spezialaufbauten und Fahrzeugen für staatliche Auftraggeber Realität. Wer als freie Werkstatt diesen Mix nicht abdeckt, verliert daher Volumen.

Hier setzt das Alltrucks-Netzwerk an. Die 650+ europäischen Partnerwerkstätten arbeiten nach gemeinsamen technischen Standards. Zudem greifen sie auf dieselben zentralen Support-Strukturen zurück. Für OVID heißt das: Eine Disposition, ein Annahmeprozess, ein Werkstattsystem und trotzdem die Bandbreite, die im freien Nutzfahrzeug-Service heute gefragt ist. Spezialfahrzeuge für staatliche Großkunden, Großkunden wie Tenaris im Stahlsegment, Flottenfahrzeuge für internationale Routen: Die Werkstatt deckt all das aus einer Hand ab.

Wie OVID international Aufträge bedient

Die strategische Lage entlang einer stark befahrenen Autobahn ist für OVID ein doppelter Vorteil. Lokal liefert sie hohe Sichtbarkeit für Lkw-Verkehr, der ohnehin entlang dieser Route rollt. Strategisch ist sie zudem der Grund, warum OVID auf internationale Flotten spezialisiert ist. Denn wer Routen zwischen Norditalien und dem mittel- oder nordeuropäischen Markt fährt, braucht Werkstattpartner, die mit grenzüberschreitenden Servicefällen umgehen können.

Hier zeigt das europäische Netzwerk seinen praktischen Wert. Für OVID heißt das: Bleibt ein Lkw eines OVID-Flottenkunden in Deutschland, Frankreich oder Polen liegen, können sie auf eine der 650+ Alltrucks-Partnerwerkstätten verweisen. Die andere Werkstatt arbeitet nach denselben Standards. Außerdem hat sie denselben Zugriff auf den Alltrucks Technik Support und auf dieselbe Schulungsbasis. Für die Disposition des Kunden bedeutet das: ein Ansprechpartner, einheitliche Service-Qualität, vertraute Prozesse — auch wenn das Fahrzeug 1.000 Kilometer von der Heimwerkstatt entfernt steht.

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Heimwerkstatt erfasst Auslandsfall

Zunächst nimmt die OVID-Annahme den Servicefall des Flottenkunden auf und dokumentiert Symptom, Fahrzeugdaten und VIN. Anschließend identifiziert sie die zuständige Alltrucks-Partnerwerkstatt im Zielland.

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Übergabe in den europäischen Verbund

Danach übernimmt die Partnerwerkstatt im Ausland den Auftrag mit denselben technischen Standards. Diagnose-Tools, Schulungsstand und Zugriff auf das Alltrucks Technik Team sind identisch. Der Service bricht somit nicht an der Landesgrenze ab.

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Rückkopplung an die Heimwerkstatt

Schließlich fließen Reparaturbericht, Ersatzteilverbrauch und Standzeit zurück an OVID. Dadurch hat die Disposition des Flottenkunden eine durchgängige Akte über Landesgrenzen hinweg, ohne mehrere Service-Provider koordinieren zu müssen.

Next Value: ein Effizienzprogramm aus dem Netzwerk

OVID hat zudem am Next-Value-Projekt teilgenommen: einem von Alltrucks in Italien aufgesetzten Programm, das Werkstätten dabei unterstützen soll, ihre Effizienz in unterschiedlichen Geschäftsfeldern zu steigern. Parallel zu eigenen Optimierungsmaßnahmen brachte Next Value eine frische, branchenspezifische Perspektive auf den Nutzfahrzeug-Service. Dadurch wurden neue Wege erkennbar, um Abläufe zu optimieren und den Werkstattbetrieb effizienter aufzustellen.

Bemerkenswert ist die Haltung dahinter. OVID lief nicht erst dann zu Next Value, als es im Betrieb klemmte. Stattdessen band der Betrieb das Programm flankierend in eine eigene Optimierungsroutine ein. Genau diese Doppelstrategie — interne Kontinuität plus externer Außenblick — beschreibt Dino Ubiali an mehreren Stellen des Interviews als das eigentliche Erfolgsmuster.

Ausblick: Was Alltrucks Werkstätten gibt, was alleine nicht ginge

Mit Blick auf die Zukunft sieht Ubiali die Branche in einem schnellen Wandel — Antriebsformen, Telematik, Kundenanforderungen, Fachkräfte-Verfügbarkeit. Dass eine einzelne Werkstatt diesen Wandel allein bewältigt, hält das Team jedoch für unrealistisch. „Alltrucks ist für uns wie ein Kompass“, fasst er die Erwartung an die nächsten Jahre zusammen — eine Orientierungshilfe, die durch Veränderungen führt und dem Betrieb hilft, sich strategisch auszurichten.

Aus Sicht einer deutschen Lkw-Werkstatt, die das italienische Beispiel liest, sind drei Dinge übertragbar. Erstens die Konsequenz, mit der OVID den Mehrmarken-Anspruch ernst nimmt — inklusive Spezialfahrzeugen statt nur Volumenmarken. Zweitens die Nutzung des Netzwerks mit Fokus auf Hotline und Schulungen, die ineinandergreifen. Drittens die Fähigkeit, internationale Flotten mit grenzüberschreitendem Service zu bedienen, ohne eigene Auslandsstandorte aufzubauen.

„Für uns ist Alltrucks wie ein Kompass — er hilft uns, Veränderungen zu meistern und unseren Betrieb in die richtige Richtung zu führen."
— Dino Ubiali im Interview

Übertragbar in die eigene Werkstatt

  • Mehrmarken konsequent denken. Spezialfahrzeuge und Volumenmarken aus einer Hand — eine Disposition, ein Annahmeprozess. Wer das aufgibt, gibt Volumen ab.
  • Hotline und Schulungen koppeln. Akute Diagnose-Hilfe und systematische Weiterbildung greifen ineinander. Beides zusammen macht den Mehrmarken-Anspruch alltagstauglich.
  • Internationale Flotten als Standortargument. Wer Flottenkunden mit grenzüberschreitenden Routen halten will, braucht ein europäisches Werkstattnetzwerk im Rücken — sonst bricht der Service an der Grenze ab.
  • Externer Außenblick durch Werkstattvergleich. Der strukturierte Austausch mit anderen Partnerbetrieben ist kein Luxus, sondern eine günstige Form der Beratung, die im Verbund kostenfrei mitläuft.